Filmkritik: "Küss den Frosch"(2009); Regie: John Musker und Ron Clements
Rubrik: KritikenEin Kuschel-Disney-Film
Zum Filminhalt und Hintergrund:
Die Geschichte spielt im alten New Orleans. Die aus armen, afro-amerikanischen Verhältnissen stammende Tiana (Sprecherin: Cassandra Steen) rackert sich von Tag zu Tag ab, um ihren Traum verwirklichen zu können: Das perfekte (von ihrem verstorbenen Vater erdachte) Restaurant. Das nötige Restgeld scheint in greifbarer Nähe, als sie für ihre Freundin Charlotte (Farina Brock) – Tochter aus reichem Hause – bei der Empfangsfeier für Prinz Naveen (Roger Cicero) aushelfen soll. Beim Empfang fällt sie fast vom Balkon, als sie ein Frosch anspricht. Dieser behauptet, der von einem Voodoo-Priester verfluchte Prinz zu sein. Sich an das bekannte Märchen um den Froschprinzen erinnernd, bittet er Tiana um einen Kuss, um den Fluch zu brechen – aber das wäre ja zu einfach.
Fazit:
Ein unterhaltsamer, harmloser Film. Kinder und Erwachsene werden gut unterhalten. Wenn man Gesangseinlagen (Musik: Randy Newman) mag und/oder schon lange nicht mehr unter solcher Art von Film „gelitten“ hat, dann bieten sie eine gute Ergänzung.
Den Bösewicht Dr. Facilier (Thomas-Nero Wolff / Thomas Amper) hätte ich mir noch etwas stärker ausgearbeitet gewünscht – da war Potential.
Am nervigsten fand ich den moralischen Zeigefinger hinter Tiana. Dauernd die ewige Wiederholung: Arbeite richtig hart, dann wird’s schon. Es ist zwar schön, dass ca. in den 1920ern eine nicht-weiße (!) Frau (!!) in den Südstaaten (!!!) nicht aufgibt … aber: Es gibt vermutlich kaum eine Gruppe in der Zeit, die noch weniger für harte Arbeit bekommen kann.
Tiana schafft es natürlich – und da kann man sich mit freuen.
(von Thorsten Schröder, Januar 2010)