Filmkritik: "Terminator (4) – Die Erlösung" (2009) mit Christian Bale und Sam Worthington; Regie: McG

Rubrik: Kritiken

Da is´ er wieder. Der inzwischen vierte Kinofilm (sogar der fünfte, wenn man eine spezielle 3D-Produktion beachtet) der berühmten Sci-Fi-Reihe Terminator. Begonnen als B-Produktion n den 80ern hat sie einige Beiträge zum alltäglichen Sprachschatz geliefert. „Ich komme wieder.“ „Hasta la vista, Baby.“

Zum Filminhalt und -Hintergrund:

14 Jahre nach dem durch das Computerprogramm Skynet ausgelösten Atomkrieg (der war dann 2004) kämpfen Menschen und Maschinen um die Vorherrschaft.

John Connor ist noch nicht der prophezeite große Anführer des menschlichen Widerstands, aber immerhin ein dickes Tier. Während eines Angriffs auf eine Skynet-Basis wird seine Kommandoeinheit getötet, aber er stößt auf zwei Geheimnisse: Skynet forscht mit menschlichem Gewebe herum, wohl um die neue Terminatoren-Generation fertig stellen zu können (die T-800er, also das Arnold-Schwarzenegger-Modell), und scheinbar gibt es ein Skynet-Signal, welches die Killermaschinen kontrolliert.

Aus dem Trümmern der gesprengten Basis buddelt sich der 2003 exekutierte Mörder Marcus Wright (Sam Worthington) – so ein richtiger harter Kerl – und sucht Orientierung in der verwüsteten Welt.

Alles läuft eine Konfrontation zwischen Connor, Wright, den Widerstandskommandeuren und Skynet hinaus.


Fazit:

Egal was man schreibt, Fans gucken ihn so oder so. Aber was soll´s:

Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich super. Solide Kost, der man aber die angeblich gigantischen Kosten nicht wirklich ansieht, und die den Humor von Teil 2 und Teil 3 vermissen lässt. Insgesamt kommt auch nicht richtig die Stimmung der postapokalyptischen Welt ´rüber, wie in den Vorgängern.

Den Figuren fehlt oft etwas … „Form“. Connors Frau Kate (Bryce Dallas Howard) z.B. ist und bleibt irgendwie blass – kein Vergleich zu Teil 3.

Der Regisseur McG hat uns bisher mit solchen brillanten Filmen, wie den beiden 3-Engel-für-Charlie-Reihe, versorgt. Na, ja. Hauptsächlich dreht der Mann Serien (O.C., California z.B.). Mir bleibt es da etwas schleierhaft, wie der Mann so viel Geld für einen Film bekommen hat, der vom Genre meiner Ansicht nicht gerade zu seinen Stärken zählt.

Der Film beantwortet immerhin eine „wichtige“ Frage: Können Terminatoren der 800er Reihe auch ohne „Fleischhülle“ sprechen? Ja, sie können. Wie die Menschen die Probleme einer atomar zerbombten Welt meistern, bleibt leider unbeantwortet.


(von Thorsten Schröder, Juni 2009)