Filmkritik: "Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat" (2009) mit Tom Cruise, Kenneth Branagh, Thomas Kretschmann; Regie: Bryan Singer
Rubrik: KritikenZum Filminhalt und Hintergrund: Der Film handelt von Claus Schenk Graf von Stauffenberg (Tom Cruise) beginnend beim Afrikafeldzug kurz vor seiner schweren Verletzung, wobei er eine Hand und ein Auge verlor. Nach einem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler nimmt eine Gruppe militärischer und ziviler Widerstandskämpfer zu Stauffenberg Kontakt auf.
Dieser arbeitet nach einem abgeblasenen Bombenanschlag auf Hitler einen neuen Plan aus: Die Operation Walküre soll eigentlich einen innerdeutschen Aufstand niederschlagen, in der geänderten Fassung aber die Übernahme der Macht durch die Widerstandsgruppe nach dem Tod Hitlers garantieren
Am 20.07.1944 wird das Bombenattentat durch Stauffenberg auf Hitler verübt, dass jedoch wegen zeitlichen Drucks und einer Raumverlegung nicht den gewünschten Erfolg hat. Dies nicht wissend kehrt Stauffenberg nach Berlin zurück, um dort mit Schrecken zu erfahren, dass Operation Walküre noch nicht im vollen Gange ist, da die Nachricht von Hitlers angeblichem Tod nicht durchgedrungen ist.
Stauffenberg und seine Verbündeten treiben nun die Operation voran. Anfangs erfolgreich, doch durch Hitlers Überleben zum Scheitern verurteilt, wird die Operation ein Fehlschlag.
Stauffenberg und seine Verbündeten werden gefasst, werden exekutiert oder begehen Selbstmord.
Fazit:
Bryan Singer führte zuletzt Regie beim mäßigen "Superman Returns" von 2006. Nun bringt er einen guten Film auf die Leinwand, dessen Popularität wohl hilft, zu zeigen, dass es durchaus deutsche Widerständler gab.
Ansonsten bietet er für informierte Leute nicht wirklich Neues. Die Verfilmung weißt einige geschichtliche Abweichungen auf. So werden einige Mitverschwörer als charakterlich schwach und zögerlich dargestellt. Stauffenberg wird die alleinige Planung und Vorbereitung (er holt persönlich die Unterschrift Hitlers für die überarbeiteten Walküre-Pläne) zugeschrieben.
(von Thorsten Schröder, Januar 2009)