Filmkritik: "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" (2008) mit Harrison Ford
Rubrik: KritikenNach 19 Jahren ist dies der vierte Film über Indy von Steven Spielberg mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Der Film spielt zur Zeit des Kalten Krieges 1957. Sowjetische Agenten dringen in Area 51 ein, um um eine besondere Kiste zu suchen.
Nachdem die US-Wachsoldaten beseitigt wurden, wird der entführte Indy gezwungen, den Soviets dabei zu helfen. Angeführt werden die Agenten von Irina Spalko (Cate Blanchett). In der gesuchten Kiste findet die Gruppe schließlich einen nicht-menschlichen Körper.
Indy kann schließlich fliehen, was ihm aber trotzdem nicht vor Ärger schützt, da das FBI vermutet, Indy würde für die Soviets arbeiten. Er verliert seine Stelle an der Universität und entschließt sich zum Umzug. Daran hindert ihn aber der junge Motorradfreund Mutt (Shia Shaide LaBeouf). Gemeinsam wollen sie einen alten Freund, Professor Oxley (John Hurt), und Mutts Mutter retten. Alles hängt wohl mit einem Kristallschädel zusammen.
Nach der Reise nach Peru und einigen Komplikationen geraten die beiden in die Fänge von Agentin Spalko. Dort sind auch der gesuchte Prof. Oxley und Mutts Mutter: Marion Williams (Karen Allen) - Indys Geliebte aus dem 1. Film. Auch klärt sie Indy darüber auf, dass Mutt eigentlich Henry heißt und Indys Sohn ist (Indy heißt eigentlich Henry Jones).
Es wird gekämpft und gereist, und schließlich endet alles in einem alten Tempel, wo durch das Zurückbringen des bereits erwähnten Kristallschädels die dort sitzenden Alienskelette wieder zum Leben erwachen. Die Bude stürzt ein, und die Soviets kommen zu Tode (der bis jetzt unterschlagene Ex-Kumpel von Indy und Doppelagent Mac auch). Indiana, Marion, Mutt und Prof. Oxley können entkommen, bevor eine Fliegende Untertasse sich den Weg aus dem Tempel frei sprengt.
Am Ende heiraten Indy und Marion, wobei der Wind bedeutungsschwer Indianas legendären Hut seinem Sohn Mutt zuweht.
Fazit:
Wo sind die Nazis? Irgendwie war ja klar, dass altersbedingt der Film im Kalten Krieg spielt. Ich ging ja schon vom theoretischen Titel "Indiana Jones und das Geheimnis des Goldenen Rollstuhls" aus.
Der Film ist nicht schlecht. Aber ihm fehlt einfach ... Pepp. Die Computertricks fallen teilweise störend auf (geradezu schlimm, wenn sich Mutt begleitet von digitalen Affen an Lianen durch einen digitalen Wald schwingt).
Und das Ende mit den Außerirdischen verursacht ein seltsames Gefühl. Irgendwie passt das nicht.
Kurz: Weniger auffällige Computerspielereien, keine Aliens und mehr Nazis - das wär´s gewesen.
(von Thorsten Schröder, Juni 2008)