Filmkritik: "I Am Legend" (2007) mit Will Smith
Rubrik: KritikenOkay, warum nach all der Zeit eine Kritik über einen Film, der schon lange wieder aus den Kinos raus ist? Nun, dieser Film war der Anlass, weshalb ich mir vornahm, ein paar Filmkritiken auf meine Seite zu packen, wenn ich mal eine haben sollte. Nun ist sie da und damit auch Platz für Kritiken.
Okay, warum nach all der Zeit eine Kritik über einen Film, der schon lange wieder aus den Kinos raus ist? Nun, dieser Film war der Anlass, weshalb ich mir vornahm, ein paar Filmkritiken auf meine Seite zu packen, wenn ich mal eine haben sollte. Nun ist sie da und damit auch Platz für Kritiken.
Zum Filminhalt und -Hintergrund:
Es handelt sich dabei um eine weitere Verflimung des Romans von Richard Matheson von 1954.
In naher Zukunft ist ein Großteil der Weltbevölkerung dahingerafft worden. Nur ein sehr kleiner Teil ist immun gegen den verantwortlichen Virus. Ein größerer Teil der Überlebenden hat sich in eine Art Turbo-Mutanten verwandelt, die Nachts New York unsicher machen. Dort kämpft Will Smith ... äh, der Virologe Dr. Neville ums Überleben und sucht ein Heilmittel.
Fazit:
Was für ein Scheiß. Der Film war ein Kinorenner und machte reiche Leute sicher noch viel reicher.
Und in der Tat: Die erste Hälfte des Films ist wirklich gut (manche mögen auch sagen: Die ersten 10, 20 Minuten). Die Stimmung des ausgestorbenen New Yorks mit der zurückgekehrten Natur in Kombination mit dem etwas durchgeknalltem "Helden" (dieser nächtigt mit seinem Hund in einer Badewanne und redet mit Puppen) kann fesseln.
Aber wenn danach die Mutanten aus ihren Löchern krabbeln ... wieder ein Beispiel, wie Computertricks unnötig eingesetzt werden und auch noch zum Teil echt nicht gut aussehen. Die Gegner sind geradezu alles kleine Spidermänner - krabbeln Wände hoch, schlagen Löcher in Mauern, schleudern den armen Doktor durch sein halbes Haus und werden dabei von einem Obermutanten angeführt, der etwas mehr Gehirn (und damit auch Muskeln!) zu besitzen scheint.
Als am Ende sich der Doktor mit 2 weiteren Überlebenden (eine Mutter mit ihrer Tochter) und einer Mutantin, die langsam zu heilen scheint, hinter Panzerglas verschanzt hat, wie löst da der Obermutant das Problem, woran alle anderen Mutanten gescheitert sind? Natürlich mit Köpfchen! Immer fleißig gegenrammen, dann bricht das Glas auch Stück für Stück.
Obermutant, langsam heilende Mutantin und Doktor sterben in einer Granatenexplosion, als sich Will Smith völlig unnötig opfert, um die gesunde Frau und ihr Kind zu retten, damit diese eine Blutprobe mit dem Heilmittel zu einer Kolonie Überlebender schaffen können.
Und das Nachspiel dann trieb mir fast die Zornesröte ins Gesicht:
Doktor Neville / Smith hat vorher noch deutlich gemacht, wie schwachsinnig die Vorstellung der ebenfalls virenimmunen Frau mit der Tochter ist, dass irgendwo eine Kolonie Überlebender sein könnte, die noch nicht von den Super-Mutanten verputzt wurde. Und auf die Frage, woher sie von einer solchen Kolonie wissen könne, antwortet sie doch glatt, dass sie es einfach wisse! Göttlich eingebenes Wissen sozusagen.
Und jetzt kommt´s: Damit hat sie auch noch Recht! Während mir der Kiefer runterklappt, fährt die Dame mit Kind in einem Auto zu einem idyllischen Kleinstädtchen, dass von einer Art Berliner Mauer umgeben ist. Und als sich dann das Tor zu dieser öffnet, was sind dann so die Dinge, die man sich reinziehen darf? Natürlich irgendwo eine US-Fahne (war ja klar). Aber dazu kommt dann noch eine Kirche (göttliches Wissen!) und die kräftige, aber ruhige Hand eines unbekannten Mannes, welche die (scheinbar noch immer frische) Blutprobe mit dem Heilmittel der Frau aus der Hand nimmt. Fast möchte man an die Hand Gottes denken, welche die Erlösung ergreift.
Der Film wird zum Ende hin wirklich gruselig - aber das liegt nicht an irgendwelchen Schock-Mutanten.
(von Thorsten Schröder, Mai 2008)